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Haus oder Wohnung?

Haus oder Wohnung: was passt zu mir?

Immer mehr Menschen ziehen das Eigenheim einer Mietwohnung vor. In Deutschland zeigt sich eine deutliche Kehrtwende, sind wir doch das Land der Mieter mit lediglich knapp über 20% Eigentümern. Ein Blick auf unsere direkten Nachbarn sollte als Inspiration zum Umdenken animieren. Eigentum verpflichtet ist ein beliebter Spruch vieler Deutschen.

 

 

Aber Eigentum beruhigt auch und schützt davor, sich dem Mietwucher zu unterwerfen und bis zu zwei Drittel seines Einkommens für Miete auszugeben. Wer vor der Kauffrage steht, sollte zuerst überlegen, ob es ein Haus oder eine Eigentumswohnung sein soll. Diese Tipps helfen bei der Entscheidung und sind ein Fundament dafür, über die eigenen Vorstellungen vom mietfreien Wohnen nachzudenken und den eigenen Anspruch zu hinterfragen.

 

Wohnimmobilien kauft man nur einmal im Leben. Da es sich meist um einen Finanzierungskauf handelt, nimmt die überlegte Entscheidung besondere Bedeutungsschwere an. Eine Fehlentscheidung kostet nicht nur jede Menge Geld, sondern beeinflusst die Lebensqualität und das Wohlbefinden spürbar.

 

Die Eigentumswohnung: Vor- und Nachteile

 

Passionierte Städter ziehen die Eigentumswohnung einer Residenz auf dem Land oder einer Stadtvilla mit Grundstück vor. Eigentumswohnungen bieten den Vorteil, auf überschaubarer Fläche zu investieren und in einer der beliebten Metropolen zu leben. Immer mehr Eigentumswohnungen entstehen, so dass die Suche viel Auswahl und den Fokus auf die persönlichen Bedürfnisse bietet. Der maximale Außenbereich bei einer Wohnung ist die Terrasse, so dass zusätzliche Aufwendungen zur Garten- und Grundstückspflege entfallen.

 

Der Verantwortungsspielraum ist daher geringer und das Leben findet weiter am Puls der Stadt statt. Aber auch die Nachteile sind nicht zu unterschätzen. Gerade in den deutschen Metropolen sind Eigentumswohnungen enorm im Preis gestiegen. Dieser Aspekt wirkt sich sowohl auf die Kosten zur Eigennutzung wie auf Renditeobjekte aus. Dennoch: Eigentumswohnungen haben Potenzial und zeichnen sich dadurch aus, dass ein eventueller Verkauf in guter Lage schnell und zu angemessenen Konditionen möglich ist.

 

Das Eigenheim: Vor- und Nachteile

 

Eigenheime gibt es neben den Speckgürten der Metropolen größtenteils in ländlichen Gegenden. Wer Wohneigentum mit Grundstück zur Selbstverwirklichung und dem ruhigen Leben sucht, kann derzeit in einigen Regionen Deutschlands noch günstig investieren. Aber: die infrastrukturellen Gegebenheiten sind nicht immer positiv.

 

Langsames Internet, kaum Einkaufsmöglichkeiten in kleineren Ortschaften und ein langer Weg zur Arbeit schrecken gerade jüngere Familien ab. Ein Haus in Stadtnähe wird zu hohen Preisen veräußert, so dass potenzielle Eigentümer mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Durch die Perspektivänderung, die sich langsam abzeichnet und immer prägnanter wird, lohnt eine Investition auf dem Land eher.

 

Durch die steigenden Lebenshaltungskosten in Städten sehen sich immer mehr Menschen in den ländlichen Regionen nach Wohnraum um und es ist abzusehen, das aus der heute noch prägnanten Landflucht in den nächsten Jahren eine Stadtflucht hervorgeht. Wer jetzt kauft, sichert sich die stellenweise noch günstigen Kaufpreise und schafft einen Wohnsitz, der zukünftig nur zu weitaus höheren Kosten realisierbar sein wird. Zumal der Hauskauf ohne Eigenkapital inzwischen möglich ist.

 

Die Nutzung – Renditeobjekt oder Selbstnutzung?

 

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl zwischen Stadt und Land ist die Nutzungsvorstellung. Wer Objekte ausschließlich zur Renditebildung kauft, ist mit einer Stadtwohnung oder einem Mehrfamilienhaus in guter Lage bestens beraten. Wer sein Eigentum selbst nutzen möchte, lebt in ländlichen Gegenden ruhig und schafft sich einen Ort der Entspannung. Skandinavisch wohnen ist übrigens auch ein großer Trend.

 

Renditeobjekte sollten gezielt nach ihrer Lage und deren Beliebtheit gewählt werden. In entlegenen Gegenden ist ein Wiederverkauf bedeutend schwieriger und oftmals nur mit einem Verlust möglich. Eine überlegte und gut kalkulierte Entscheidung ist die Grundlage, egal ob das Objekt selbst bewohnt oder dauerhaft vermietet beziehungsweise nach der Modernisierung gewinnbringend veräußert werden soll.